In Deutschland sind Begriffe wie E-Books und Kindle zwar für viele noch böhmische Dörfer, in Amerika dagegen kennt diese Wörter ein Millionenpublikum. E-Books sind nichts anderes als elektronische Bücher, die auf speziellen Geräten – den E-Books – gelesen werden. Man kann sie auch auf ein iPad laden und dort lesen. Der Kindle ist solch ein E-Book-Reader. Der Vorteil von E-Books ist einfach, dass hier die hohen Druckkosten entfallen, für den Verlag und den Autor also höhere Gewinne anfallen. Allerdings ist das Geschäft mit den E-Books in Deutschland noch weit davon entfernt, so zu laufen, wie in Amerika. Dort hat eine gewisse Amanda Hocking Karriere gemacht, die mit E-Books Auflagenmillionärin geworden ist und ihre eigenen Bücher ins Internet gestellt hat.
Ob in Deutschland das Phänomen der E-Books so populär wird, wie in Amerika, bleibt abzuwarten. Zumindest momentan halten sich die Verkäufe von E-Books noch in Grenzen. Das gute alte Buch ist in Deutschland immer noch weitaus beliebter, was viele Gründe hat. Viele Leser wollen einfach ein Buch in der Hand halten, das Papier spüren und das Geräusch knisternder Seiten hören, wenn sie umblättern. Ein gedrucktes Buch hat eine besondere Atmosphäre, die kein E-Book-Reader bieten kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch die E-Books die Internetplattformen mit Texten überflutet werden, die nicht lektoriert sind und vor Fehlern nur so strotzen, weil es so einfach ist, E-Books hochzuladen. Das kann jedermann machen, sodass kein Überblick über gute und schlechte Texte mehr gegeben ist. Bei einem gedruckten Buch eines anerkannten Verlages dagegen hat der Leser aber die Gewähr, dass dahinter ein anständiges Lektorat steckt.
Momentan ist davon auszugehen, dass Bücher in Deutschland auch weiterhin gefragt sind, trotz iPad und Kindle. Das zeigten die Besucherzahlen, welche die Frankfurter und Leipziger Buchmessen vorzuweisen hatten.